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Dass der Kirchenchor Fischingen für allerhand Ueberraschungen
gut ist, hat sich mittlerweile in eingeweihten Kreisen herum gesprochen.
Entsprechend sind denn auch seine Vereinsreisen. Reiseleiter Cyrill
macht ein harmloses Programm. Die Realisierung ist dann aber etwas
anforderungsreicher.
Der erste Funktionstest war der Verlad des Cars in Kandersteg. Die
Höhenmesslatte kam schon arg ins Schwanken und nur die Anwesenheit
zweier Patres konnte aufgeregte Seelen beschwichtigen. Aber es reichte
allemal. Links und rechts des Cars einige Centimeter Freiraum und oben
gings auch, nachdem man die Lüftungsklappe geschlossen hatte.
Also weiter nach Goppenstein und dann nach Wiler. Von dort mit der
Schwebebahn auf die Lauchernalp. Grossflächige Ueberbauungen sind
dort im Gang, weshalb es im anschliessenden Lärchenwald geruhsamer
und bei prächtigem Wetter eine wahre Erholung war. Auf der Tellialp
wurde eingekehrt, allerdings ohne jene, die zur Feuerstelle am Schwarzsee
stürmten. Nachdem eine Kröte den Schreck ihres Lebens durchlitt,
nahmen Cilli und Urs (aber nicht der Dirigent) ein kühles Bad.
Der Abstieg auf die Fafleralp forderte stellenweise jeden Wanderer,
doch das Nachtessen nahte. Die Unterbringung im Hotel Langgletscher
setzte eine sorgfältige Planung voraus, denn das WC war drei Treppen
weiter unten. Der Morgen begann prächtig und die Fahrt zur St.
Martin-Kirche in Kippel war nur ein Katzensprung. Dort brachte der
Chor "Juchzed und singed" von Peter Roth in etwas gekürzter
Fassung zur Aufführung. Dirigent Urs (der Nicht- Schwimmer) und
Organistin Verena gaben den Sängerinnen und Sängern den nötigen
Rückhalt. Im Anschluss an den Gottesdienst wurden alle mit Hobelkäse
und Walliserbrot, beides in erstklassiger Qualität, bewirtet.
Ein kurzer Aufenthalt im "Dorfkeller" durfte auch nicht fehlen,
und dann folgte ein schmackhaftes Mittagessen im "Walliserkeller".
Vor der Fahrt durch das Goms erwies man der Felsenkirche in Raron die
Reverenz. Auch Rainer Maria Rilke blieb nicht unerwähnt, war er
doch in geheimnisvoller Weise mit ein Grund, warum zwei Kirchen fast
übereinander liegen. Der Wahrheit zuliebe sei aber doch erwähnt,
dass einige Minuten Fussmarsch dazwischen sind.
Zügig ging es weiter bis zur Tellsplatte. Dräuende Wolken
am Himmel verhiessen nichts Gutes. Doch war schon das Ende der Reise
in Sicht und das Wetter spielte keine Rolle mehr. Wohlbehalten brachte
Chauffeur Kurt die frohe Gesellschaft rechtzeitig am Abend in den Hinterthurgau
zurück. |

"Mittagsrast beim idyllischen Schwarzsee VS"

"Die spezielle Atmosphäre in der Felsenkirche in Raron inspiriert
zum spontanen Singen"
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