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Erste Generalversammlung Verein Barockkirche Fischingen
Erfreulicher Mitgliederzuwachs und grosse Spendefreude
von Marie-Theres Brühwiler
Erfreulicher Mitgliederzuwachs und grosse Spendefreude beim Verein Barockkirche
Fischingen; so das Fazit der ersten Vereinsjahres. Der konfessionell neutrale
Förderverein bezweckt die Restaurierung und Erhaltung der Barockkirche
Fischingen.
Fischingen "Wir durften in unserem ersten Vereinsjahr sowohl ideell,
wie finanziell grossartige Unterstützung erfahren", freute sich Alex
Frei, Präsident des Vereins Barockkirche Fischingen. Rund 70 der total
700 stimmberechtigten Mitglieder erledigten am vergangenen Donnerstag die ersten
Jahresgeschäfte des im September 2001 gegründeten Fördervereins,
welcher insgesamt eine halbe Million Franken an die dringend notwenigen Restaurierungsarbeiten
der Barockkirche Fischingen beisteuern will. Die von Kassierin Karin Brühwiler
mit Spendeeinnahmen von rund 200'000 Franken erfolgreich und über den
Erwartungen abgeschlossene erste Jahresrechnung wurde ebenso einstimmig genehmigt,
wie alle übrigen Geschäfte und die Festsetzung des Jahresbeitrages
von zwanzig Franken ungeteilte Zustimmung fanden. Aus dem Jahresbericht des
Präsidenten war unter anderem zu erfahren, dass der Verein bereits bei
seiner ersten Aufgabe, der Lancierung einer Broschüre auf viel Goodwill
stiess. Der durch die Firma Richtblick GmbH aus Frauenfeld in Fronarbeit erstellte
Faltprospekt habe ebenfalls zum enormen Mitgliederzuwachs beigetragen. Mitgliederwerbung
wurde auch an der Fischinger Gewerbeausstellung betrieben, wo man im Verlaufe
der Messe bereits das 555. Mitglied begrüssen durfte.
Erfolgreiche Vereinbarung
Nach zwei gut besuchten Orientierungsversammlungen habe man anfangs Dezember
2002 auch die angestrebte Vereinbarung zwischen Kanton, Landeskirche, politischer
Gemeinde und Kirchgemeinde Fischingen unterzeichnen können. Mit dem grosszügigen
Ja der Landeskirche und der öffentlichen Hand sei der Grundstein für
die bis ins Jahre 2006 dauernden und mit 5,2 Millionen Kosten budgetierten
Restaurierungen gelegt worden, meinte Alex Frei.
"Wenn wir die ersten Hürden für die Finanzierung der dringendsten
Restaurierungsarbeiten auch überwunden haben, so sind wir noch lange nicht
am Ziel", mahnte Kirchenpräsident Josef Gemperle. "Unser barockes
Juwel ist für die kleine Gemeinde Fischingen ohne auswärtige Hilfe
eine Schuhnummer zu gross". Denn nebst den finanziellen Mitteln für
die Restaurierungsarbeiten, gelte es auch die Ressourcen für den teuren
Unterhalt der barocken Gebäude sicherzustellen. Aus dem engagierten Situationsbericht
des Baupräsidenten war weiter zu erfahren, dass man nach dem, im Zuge
der Sanierungsarbeiten überraschend entdeckten Hausschwamm, den ursprünglichen
Restaurierungsplan leicht verändert habe. So werden im laufenden Jahr
nach der erfolgreichen Bekämpfung des gefürchteten Holzschädlings
sämtliche Fassaden und später das Dach renoviert. Gleichzeitig laufen
die Planungsarbeiten für den Innenbereich, so für die Sanierung der
Iddakapelle, des Kirchenschiffes sowie des unteren und oberen Chors. Erste
vielsprechende Vorschläge liegen bereits vor. Es gelte nun, das Projekt
raumtechnisch abklären zu lassen. "Wenn es uns gelingt, die kalte
Zugluft aus der Kirche zu verbannen, steht der Integration von Iddakapelle
und dem Verschieben des Altars vor das Chorgitter nichts im Wege". Dank
und Lob gab es nicht nur für den Verein Barockkirche Fischingen, die Kirchenvorsteherschaft,
sondern auch für die unentgeltlich arbeitende Baukommission. Von der Möglichkeit,
den Stand der Restaurierungsarbeiten an Ort und Stelle zu besichtigten, machten
viele Vereinsmitglieder Gebrauch; und die Schwindelfreien liessen sich von
Mesmerin Frieda Amrhein gar in den Glockenturm begleiten.
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