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Klosterkirche Fischingen - auch Iddakapelle eingerüstet
Von Marie-Theres Brühwiler

Die Sanierungen an der Klosterkirche Fischingen verlaufen plangemäss,
und seit kurzem ist auch die für Wallfahrer besonders beliebte und bestbekannte
Iddakapelle eingerüstet.
Das Erstellen eines Baugerüstes ist nicht immer einfach, vor allem
dann nicht, wenn es sich um ein Objekt von nationaler Bedeutung handelt und
vor allem auch dann nicht, wenn die Form nicht viereckig, sondern achteckig
ist. Bei der Iddakapelle wurde die Aufgabe für die Gerüstfirma noch
zusätzlich durch den Umstand erschwert, als dass das Gerüst in die
Wand gehängt wurde und dass die eingedeckte Dachkuppel von zwei Seiten
überhängend überwunden werden musste. So präsentiert sich
das kürzlich montierte Gerüst denn auch als eigenständiges Kunstwerk.
Während das Innere der Iddakapelle erst in einer nächsten Bauetappe
restauriert werden soll, wurden die Sickerungen der Kapelle bereits erneuert.
An den Fundamenten mussten teilweise einschneidende Verbesserungen realisiert
werden. "Ebenfalls in einem desolaten Zustand befanden sich die kunstvollen
Wasserspeier; einer davon ist vor einiger Zeit gar abgestürzt", erklärt
Baukommissionspräsident Josef Gemperle.
Planung der Innenrestaurierung
Parallel zur Restaurierung der Aussenfassaden sind die Vorbereitungen zur Innenrestaurierung
bereits angelaufen. Die Projektvorschläge des Architekten wurden mit grosser
Freude zur Kenntnis genommen. "Unserem Architekten Ist es gelungen, die
verschiedenen Ansprüche von allen möglichen Benutzergruppen so von
der Pfarrei, von Wallfahrern und auch von möglichen Konzertveranstaltungen
in einem Projektvorschlag zu vereinen und dies unter Wahrung der historischen
Bausubstanz", freut sich Josef Gemperle. Die Neugestaltung des Liturgiebereiches
soll von einigen ausgewählten Künstlern in einem Wettbewerb gestaltet
werden. Die dafür notwendige Jury sei bereits bestellt worden. "Die
Spezialisten in den verschiedenen Fachrichtungen haben nun die Aufgabe, die
Umsetzung der Projektvorschläge zu planen", so Gemperle. Auf Grund
dieser Vorgaben soll dann bis Ende 2003 ein genauer Kostenvoranschlag der gesamten
Innenrestaurierung vorliegen. Die Restaurierung am Innenbereich der Iddakapelle
soll im kommenden Jahr ausgeführt werden.
Erste Etappe ist abgeschlossen
Bereits abgeschlossen sind die Arbeiten an der Westfassade. Die Farbgebung
sei von vielen Leuten als glücklich eingestuft worden. Die sanierungsbedürftige
Dachfläche, die bei der letzten Restaurierung nicht mit neuen Ziegeln
eingedeckt wurde, ist nun neu eingedeckt. "Die Ziegel waren in einem sehr
schlechten Zustand, was einmal mehr die Notwendigkeit der jetzigen umfassenden
Restaurierung unterstreicht", resümiert der Baukommissionspräsident.
Man freue sich, dass sich die neuen Ziegel so gut in das Gesamtbild von Kloster
und Kirche einfügen. Ebenfalls einen erfolgreichen Abschluss fand die
aufwändige Hausschwammsanierung im Dachstock. Neben dem Austausch des
faulen Holzes mussten diverse statische Verbesserungen eingebaut werden. Die
Arbeiten waren sehr anspruchsvoll und wurden auch hier fachmännisch ausgeführt,
wie auch der Experte der eidgenössischen Denkmalpflege Georg Carlen beim
letzten Besuch ausdrücklich bestätigte.
An der Nordfassade sind die Sickerungen erneuert worden. Die Fundamente sind
in einem guten Zustand und gemäss der Fachstelle für Denkmalpflege
an der ETH Zürich korrekt im Aufbau. Putzaufbau und Farbgebung werden
analog der Westfassade ausgeführt, die Verputzarbeiten sind praktisch
abgeschlossen, so dass demnächst mit den Malerarbeiten begonnen werden
kann. Parallel werden auch die Kirchenfenster saniert und wieder in Stand gestellt.
Weit fortgeschritten sind auch die Arbeiten an der Südfassade, wo die
zum Klosterhof ausgerichtete Fassade zu Diskussionen Anlass gebe. So raten
die Fachleute, die Fassade roh zu belassen. "Es sind hier aber noch weitere
Abklärungen nötig." Die Baukommission, in der alle wichtigen
Institutionen vertreten sind, werde im August einen definitiven Entscheid treffen,
führt Josef Gemperle aus.
Sanierungen laufen bis 2006
Mit dem grosszügigen Ja der Landeskirche und der öffentlichen Hand
wurde anfangs Jahr der Grundstein für die bis ins Jahre 2006 dauernden
und mit 5,2 Millionen Kosten budgetierten Restaurierungen gelegt. Einen wesentlichen
Beitrag will auch der Verein Barockkirche Fischingen leisten. Der vor gut achtzehn
Monaten gegründete Verein erfreut sich grosser Beliebtheit und zählt
bereits gegen tausend Mitglieder.
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