Katholische Kirchgemeinde Fischingen

online

 

 

 

 

 Home

 Archiv

 

 

 

 



Wir über uns

Pfarreiblatt

Gottesdienstordnung

Adressen

Kirche

Renovation

Kirchliche Gruppen

Bilder aus der Pfarrei

Bilder zum Verweilen

Links

Gästebuch

Archiv

 

Verein Barockkirche
Fischingen

Spenden

 

Impressum












Verein als wichtiger Arbeitgeber


Das Kloster Fischingen ist das einzige von Mönchen bewohnte Kloster im Kanton Thurgau. Der Verein St. Iddazell belebt und nutzt das Kloster seit 125 Jahren, sorgt für die Erhaltung der historischen Bausubstanz und zählt mit über hundert Arbeitsstellen zu den wichtigen Arbeitgebern in der Region.


Marie-Theres Brühwiler
Fischingen - «Die intensive Nutzung von historischen Bauten ist die beste Pflege», sagt Werner Ibig, der die Betriebe des Vereins St. Iddazell seit rund drei Jahren mit grossem Engagement führt. Seit der Verein St. Iddazell im Jahre 1879 gegründet wurde und sich zum Ziel setzte, das Kloster Fischingen zu erhalten und zu erneuern und darin auch eine Schule zu unterhalten, sind die weitläufigen Klosterräumlichkeiten ununterbrochen bewohnt. Obwohl der Verein mit seinen verschiedenen Betriebszweigen betriebswirtschaftlich geführt wird, ist die Erhaltung des Klosters nur mit der Unterstützung durch die öffentliche Hand und durch grosszügige Spenden von Mitgliedern und weiteren Sympathisanten möglich. Mit der Gründung des Vereins St. Iddazell im Jahre 1879 gingen sämtliche Gebäude mit Ausnahme der Pfarrkirche und der Iddakapelle in den Besitz des Vereins über. Ursprünglich betrieb der Verein im Kloster eine grosse Waisenanstalt mit über 200 Kindern. Später wurde ein Kinderheim geführt, zu dem auch eine Schule gehörte. Während des Zweiten Weltkrieges wurden Benediktiner aus dem Kloster Engelberg zur Führung des Kinderheimes nach Fischingen berufen; die mönchslose Zeit im Kloster gehört seither der Vergangenheit an.


Bildungshaus seit dem Jahr 1982
Der Bau des Sonderschulheims Chilberg in den frühen siebziger Jahren und die Wiedererrichtung des Klosters Fischingen im Jahre 1977 zählen zu den Meilensteinen in der Geschichte des Vereins. Im Jahre 1982 wurde nach einer intensiven Renovations- und Restaurierungsphase das Bildungshaus errichtet. Heute ist der Verein St. Iddazell nicht nur Träger und Besitzer des Klosters, sondern führt auch die dazugehörigen Betriebe wie Bildungshaus, Schulen und Schreinerei. Die Benediktinergemeinschaft betreibt ausserdem eine Töpferei. «Die Vielfältigkeit unseres Betriebes ist faszinierend», sagt Vereinspräsident Guido Rupper.


Verein mit 100 Arbeitnehmern
Mit über 100 Mitarbeitern zählt der Verein St. Iddazell zu den wichtigsten Arbeitgebern der Region. Die rund 260 Vereinsmitglieder geben dem Verein nicht nur eine wichtige finanzielle Stütze, sondern bilden auch die ideelle Substanz.
Unter den Vorstandsmitgliedern, die sich allesamt ehrenamtlich betätigen, befinden sich Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur. «Die Aufgabe unseres Vereins ist es, die historischen Gebäude zu erhalten, um so die Infrastruktur für den Weiterbestand des klösterlichen Lebens langfristig sicherzustellen», betont Präsident Guido Rupper.
Daneben gelte es, mit den verschiedenen Betrieben auch wirtschaftliche Ziele zu verfolgen.


Arbeit mit den Benediktinern
«Die Wiedererrichtung des Klosters im Jahre 1977 zählt für mich zu den Höhepunkten in der Geschichte des Klosters Fischingen», resümiert Guido Rupper, der dem Verein seit einigen Jahren vorsteht. Die Benediktiner arbeiten in den Betrieben des Trägervereins mit, können sich aber umgekehrt auch auf die Infrastruktur des Vereins stützen. Das Einvernehmen zwischen den Benediktinern und dem Verein ist trotz der teilweise unterschiedlichen Ausrichtungen sehr gut. «Wir müssen trotz der intensiven Vergangenheit mehr Freude an der Zukunft als am Vergangenen haben», begründet Vorstandsmitglied Pius Lang aus Gachnang die Motivation für sein Engagement. «Der Einsatz für die Ziele des Vereins St. Iddazell schafft viel Befriedigung und stellt immer wieder neue Herausforderungen», sind sich Direktor Werner Ibig und Pater Leo Müller, Prior der Benediktinergemeinschaft, einig.


Die Geschichte des Klosters Fischingen
Um 1138 gründete Bischof Ulrich II. von Konstanz das Benediktinerkloster Fischingen. Nach der Klosteraufhebung im Jahre 1848 übergab der Kanton Thurgau die Kirche und die Iddakapelle der Kirchgemeinde Fischingen. Die Gebäude des Klosters wechselten mehrmals den Besitzer. So wurde das Kloster in dieser Zeitepoche als Weberei, als Fabrikationsort für Schuhe und als Heimat einer Handelsschule genutzt. 1879 kaufte der Verein St. Iddazell die Klosteranlage und richtete darin vorerst eine Waisenanstalt ein.
Die Benediktiner, die während des Zweiten Weltkrieges aus dem Kloster Engelberg zur Führung des Kinderheimes nach Fischingen berufen worden waren, errichteten 1977 mit der Gründung eines selbstständigen Priorates wieder ein Kloster. (mtb.)

 


 



 

 

 

 

 E-Mail | Webmaster

last update: 05.03.05

© 2005 by Kath. Kirchgemeinde Fischingen