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Für einmal Applaus im Ostergottesdienst

Der Kirchenchor Fischingen machte mit seinem schönen Gesang den Ostergottesdienst in der Iddakapelle zu einem einmaligen Gemeinschaftserlebnis für rund 200 Gläubige.

Robert Borer

Fischingen - Der Gesang des Kirchenchores an hohen Feiertagen gehe auf eine mehr als 100-jährige Tradition zurück, sagt Josef Gemperle, Kirchenpräsident von Fischingen. Üblicherweise finde der Gesangsgottesdienst an Ostern in der Kirche statt, aber diese sei wegen der im Gang befindlichen Renovationsarbeiten erst bei der festlichen Eröffnung im kommenden November wieder zugänglich. «Das macht aber nichts, im Gegenteil, mit der Feier in der im prächtigen Spätbarock renovierten Iddakapelle hat der Ostergottesdienst einen intimen und familiären Charakter erhalten, der wohl allen Gläubigen unvergesslich bleibt.»

Finale mit Halleluja
200 Gläubige hatten sich um den Altar versammelt, wo Pater Meinrad Loser zusammen mit seinen Mitbrüdern der Klostergemeinschaft das Messopfer und die Auferstehung Christi feierte. Unter der Leitung von Urs Mäder sang der Chor mit mehr als 40 Frauen und Männern das sehr britisch tönende «Klänge der Freude» von Edward Elgar, das in England sehr populär ist und häufig im Beisein der Queen gesungen wird. Zwischen dem Gemeindegesang folgten zwei Motetten von Georg Friedrich Händel. Als Finale der eindrücklichen Eucharistiefeier sang der Chor das «Halleluja», das wohl bekannteste Werk dieses Komponisten.

Um den gewaltigen Eindruck dieser Melodie noch zu erhöhen, wurde der Chor von Verena Stolz an der Orgel begleitet. Beifall in einer katholischen Kirche ist sonst eigentlich nicht üblich, aber hier war er nicht zu bremsen. Die Gläubigen waren begeistert, und es war ein würdiger Abschluss dieses unvergesslichen Ostergottesdienstes.

Keine Nachwuchssorgen
Anna Ibig, Präsidentin des Kirchenchores Fischingen, wies im Gespräch unter vier Augen darauf hin, dass der Chor keine Nachwuchssorgen habe: «Man muss beim Liederrepertoire auf den Geschmack der Jungen eingehen und mit ihnen auch englische Lieder üben. Erstaunlich ist aber, dass die jungen Sängerinnen und Sänger auch Gefallen daran finden, lateinische Messen zu singen.» Pater Benno, der seit bald 25 Jahren im Chor mitsingt, zeigte sich erleichtert, dass beim «Halleluja» alles so gut geklappt hat - denn: «Das war nicht selbstverständlich. Die Organistin konnte von ihrem Spieltisch aus den Dirigenten des Chores nicht sehen. Aber es hat alles gut funktioniert.»

Chordirigent Urs Mäder zeigte sich über den Ablauf des Gottesdienstes ebenfalls beglückt. Ein Kloster-Kirchenchor, besonders der von Fischingen, sei etwas Besonderes. Er habe eine grosse Ausstrahlung, und seine Mitglieder - Katholische und Reformierte - kämen von weit her nach Fischingen , um die Gläubigen mit schönem Gesang zu erfreuen.




 

 

 

 

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last update: 30.09.06

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