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«Neuwe Abbtey» restaurieren

Katholische Synode genehmigt Renovationskredit für Klosterkirche Fischingen

Weinfelden. Die katholische Landeskirche Thurgau trägt zum Erhalt der barocken Klosterkirche Fischingen 2,5 Millionen Franken bei. 1848 war das Kloster aufgehoben, 1977 ist es wieder errichtet worden.

hedy züger

87 Synodalen nahmen an der Sitzung der katholischen Synode in Weinfelden teil. Sie stimmten dem Antrag der Landeskirche zu, an die Restaurierung der Kloster- und Pfarrkirche Fischingen jährliche Tranchen von mindestens 200 000 Franken zu entrichten, total 2,5 Mio. Franken. Der Gesamtaufwand der Restaurierung wird auf 5,2 Mio. Franken veranschlagt. Daran sind aus öffentlichen Mitteln (Denkmalpflege) 2,2 Mio. Franken zu erwarten. Der Kirchgemeinde Fischingen bleibt ein Kostenanteil von 500 000 Franken. Die umfassende Botschaft verweist auf die Dringlichkeit der Sanierung und erwähnt die fast 850-jährige wechselvolle Klostergeschichte.

1144 eine romanische Kirche
Der älteste Bau geht auf das Jahr 1144 zurück. Grosse Um- und Ausbauten erfolgten in den Jahren 1574, 1685, 1753, 1795. Auch das Kloster Fischingen wurde aber im Zug der Säkularisierung 1848 aufgehoben; der letzte Mönch starb 1894. Die Kirchgemeinde kam in den Besitz der Kirche. Bereits 1879 erwarb der nachmalige Verein St. Iddazell die Klostergebäude. Die Familie von Streng war federführend. 1977 wurde das Benediktinerkloster wieder errichtet. Das Haus erfüllt auch als Schul- und Bildungszentrum wertvolle Aufgaben. Das Kloster Engelberg sandte immer wieder Mitbrüder nach Fischingen. Für die Arbeitsvergabe möglichst an Thurgauer Unternehmen setzte sich ein Votant ein. Der beauftragte Architekt Robert Bamert, St. Gallen, gilt als kompetenter Kirchenrestaurator.

Steuerfuss nicht erhöhen
Der Zentralsteuerfuss, der vor zwei Jahren gesenkt wurde, bleibt trotz des grossen Baubeitrags auf 3,6 Prozent. Bei Einnahmen von 5,6 Mio. Franken können weiterhin Beiträge an Kirchgemeinden in Höhe von 1 Mio. Franken ausgerichtet werden. Der Steuerertrag ist für das Jahr 2003 um 300 000 Franken höher budgetiert: Insgesamt 4,7 Mio. Franken. Für den Finanzausgleich der Kirchgemeinden gilt neu ein Gesamtsteuerfuss von 349 (bisher 354) Prozent - dies als Anpassung an den sinkenden Staatssteuerfuss.

Mehr Mittel für Bistum?
Das Budget wurde von Peter Hungerbühler (Müllheim) vorgestellt. Pro katholischer Thurgauer Einwohner werden dem Bistum 2,80 Franken abgeliefert. Kritisch setzte sich die Kommission mit der Aussicht auseinander, eine Regionalisierung des Bistums werde Mehrkosten nach sich ziehen. Eine Synodalin mahnte, wenn die Administration aufgestockt werde, fehlten die Mittel «unten». Regionaldekan Erich Häring vertrat die Interessen des Bistums. Pfarrer Beda Baumgartner votierte dafür, die Mittel gross- zügig zu gewähren. Ein Antrag verlangte, vom Sitzungsgeld der Synodalen 5 Franken für den Albanerverein abzuzweigen. Im Gegenantrag wünschte Markus Signer, Arbon, dass die rund 1000 Franken jährlich nach Fischingen fliessen sollten. Sein Antrag wurde von einer Minderheit gestützt. Die Richtigkeit des Prozederes wurde von einem weiteren Mitglied hinterfragt. Der Antrag von Domherr Theo Scherrer obsiegte schliesslich.




 

 

 

 

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last update: 04.03.03

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