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Wichtige Hürde genommen
Kredite für die Restaurierung der Barockkirche Fischingen gesprochen
Fischingen. Freudenkunde für die Kirchgemeinde Fischingen: Sowohl die
Synode, wie der Regierungsrat haben den beantragten Restaurierungskrediten
für die notwendigen Sanierungen für die Barockkirche zugestimmt.
Marie-Theres Brühwiler
Die Barockkirche Fischingen muss umfassend restauriert werden; die nötigen
Sanierungsarbeiten sollen bis ins Jahr 2006 dauern. An der Finanzierung der
5,2 Millionen Franken teuren Restaurierung beteiligen sich Bund, Kanton, Gemeinde,
die katholische Landeskirche sowie der Verein Barockkirche Fischingen.
Einstimmigkeit unter den 87 Synodalen, die vergangene Woche an der Parlamentssitzung
der katholischen Landeskirche teilgenommen haben. Die Synode folgte einstimmig
dem Antrag des Kirchenrates und stimmte dem Renovationskredit in der Höhe
von 2,5 Millionen zu. Kirchenratspräsident Peter Plattner: «Die
intensive und gründliche Vorbereitung des Kreditantrages wurde nun mit
einem einstimmigen Entscheid honoriert.» Einen ebenso grossen Anteil
an der Werterhaltung der barocken Kirche will auch die öffentliche Hand
leisten. Nach den Bestimmungen des Natur- und Heimatschutzgesetzes sind rund
zwei Drittel der Renovationsmassnahmen beitragsberechtigt. Der Anteil des Bundes
(29 Prozent) beläuft sich auf rund eine Million Franken, der Kanton steuert
mit 24 Prozent 830 000 Franken an die Renovation bei. Der Anteil der Gemeinde
(10 Prozent) beträgt 350 000 Franken. Um eine geregelte finanzielle Abwicklung
der Restaurierungen zu gewährleisten, haben die beteiligten Institutionen
unter Federführung des Departements für Bau und Umwelt eine Vereinbarung
abgeschlossen.
Thurgau sticht heraus
Regierungsrat Hans Peter Ruprecht war über den einstimmigen Entscheid
des katholischen Kirchenparlamentes vom Vortag sichtlich erfreut: «Die
Klosterkirche Fischingen ist zusammen mit anderen kulturhistorisch sehr wertvollen
Bauten ein echter Werbeträger für unseren Kanton. Die Fülle
an solchen Bauten unterscheidet den Thurgau wesentlich von anderen Regionen
der Schweiz», liess Hans Peter Ruprecht an einer Sitzung mit allen beteilgten
Institutionen verlauten.
Kanton hilft Gemeinde
Da die Gemeinde Fischingen nicht in der Lage ist, die gesetzlichen Beiträge
zu leisten, enthält die Vereinbarung zudem die Übernahme von 90 Prozent
der Gemeindebeiträge durch den Kanton. Für die Politische Gemeinde
Fischingen verbleibt somit ein Betrag von 35 000 Franken, was für die
mit sehr vielen Infrastrukturaufgaben belastete Gemeinde durchaus noch einen
happigen Betrag ausmacht. Das Amt für Denkmalpflege wurde mit dem Vollzug
der Abmachung beauftragt. Am vergangenen Freitag wurden die Vereinbarungen
durch Regierungsrat Hans Peter Ruprecht, Kirchenratspräsident Peter Plattner,
Kirchenpräsident Josef Gemperle sowie Gemeindeammann Bernhard Kohler unterzeichnet.
Rest durch private Spenden
Damit sind die Weichen für die dringend notwendigen Restaurierungsarbeiten
in Fischingen gestellt. Kirchenpräsident Josef Gemperle zeigte sich nicht
nur über die positiven Entscheide erfreut, sondern ist zusammen mit dem
Präsidenten des Vereins Barockkirche Fischingen, Alex Frei, auch zuversichtlich,
mit privaten Spenden auch die Restfinanzierung von rund einer halben Million
Franken sicherzustellen.
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