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Geschichte
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Kirche
Gemäss Quellen aus der Zeit um 1200 liess Abt Waltram 1138 - 1144 die
erste Kirche samt Klosteranlage bauen. Diesem romanischen Gotteshaus folgte,
wohl nach einem 1440 datierten Klosterbrand, der gotische Kirchenbau.
Bevor das Konventkapitel 1685 den Beginn der Bauarbeiten einer neue Kirche
beschloss, liess Abt Joachim den Einsiedler Architekten Bruder Kaspar Moosbrugger
kommen, dessen Anteil an der Planung jedoch schwer abzuschätzen ist.
Eine erste Veränderung erfuhr das nördliche Kirchenschiff im Zusammenhang
mit der 1704 ff. erbauten Iddakapelle. Die sich zur Kapelle hin öffnenden
Arkaden wurden mit Stuck umschnörkelt. Einschneidender wirkte die Verlängerung
der Kirche nach Osten hin und der Bau des heiter-frohen Orgelchores in den
Jahren 1753 ff.' welcher den Uebergang bildet zu den grosszügigen barocken
Konventbauten aus derselben Zeit. Etwas später wurde das Altarhaus im
aufkommenden Stil des Frühklassizismus umgeformt.
Eine erste umfassende Renovation der Kirche kam 1883 - 87 zustande. Sie steckte
stilistische Verschiedenheiten von Kirche und Kapelle durch lehmige Farbtöne
in ein uniformes Gewand. 1956 - 58 wurde dem Kirchenraum seine barocke Helle
und originale Farbigkeit zurückgegeben, was sich vorzüglich in der
Freilegung des buntschillernden Kolorits an den Chor- und Kapellengittern zeigt.
1992 folgte die Renovation der Sakristei und des Kreuzganges an der Südflanke
der Kirche.
Turm
Der Kirchturm reicht in seinem Grundbestand ins Jahr 1587 zurück. Um
ihn der lddakapelle anzupassen, wurde er 1727 erhöht und mit achtseitiger
Kuppel gekrönt. 1751 erfolgte eine weitere Aufstockung mit zweifachem
Kuppelabschluss, wohl um ihn dem beabsichtigten Klosterneubau anzupassen. 1979
und 1999 erfolgten Renovationen des Kirchturmes.
Iddakapelle
Urkundlich wird eine eigene Kultstätte zu Ehren Iddas von Toggenburg
erstmals im Jahre 1504 erwähnt. Das Grabmal der Heiligen lässt jedoch
darauf schliessen, dass schon zu Ende des 15. Jahrhunderts eine kleine Kapelle
bestanden hat. Diese erfuhr im Jahre 1595 eine erste Erweiterung und 1625 eine
bedeutende Neugestaltung. Weil dann aber dieser Bau zur neuen Kirche nicht
mehr richtig passte und weil zudem die Zahl der Wallfahrer im Wachsen begriffen
war, wurde 1703 der heute noch bestehende Neubau beschlossen.
In den Jahren 1883 - 1887 erfuhr die Iddakapelle dieselbe unglückliche,
zwar gut gemeinte Renovation wie die Kirche. Erst die durchgreifende Restaurierung
von 1963 - 68 liess die beglückende Eigenart der lddakapelle wieder in
ihrer unbeschwerten Helle und Farbenfreudigkeit erstrahlen.
Renovationen
Unsere Kirche und St. Iddakapelle als historische Bauten von nationaler
Bedeutung zu betreuen und zu erhalten, ehrt und erfüllt uns mit Freude.
Auf der anderen Seite müssen wir aber festhalten, dass diese Aufgaben
die finanziellen Möglichkeiten unserer kleinen Kirchgemeinde übersteigen.
Wir stehen immer wieder vor neuen, grossen Aufgaben, denen wir mit einem Steuereinzug
von zur Zeit Fr. 120.000.00 nie entsprechen können.
Nach der nun abgeschlossenen Renovation des Kirchturms warten bereits weitere
sehr dringende Aufgaben: Massnahmen gegen die aufsteigende Feuchtigkeit in
allen Teilen des Kirchengebäudes; Sanierung der Dachflächen und der
Westfassade, der diversen Risse an Decken, Gewölben und Wänden; Isolation
und Sanierung der Gewölbe- und Deckenflächen; Restauration der Kirchenfenster
und Innenrestaurierung.
Der Katholische Kirchenrat des Kantons Thurgau, die kantonale und eidgenössische
Denkmalpflege leisten grosse Beiträge, aber auch sie müssen sparen.
So sind wir auf andere Quellen angewiesen. Wir sind für jede Spende sehr
dankbar.
Postcheck-Konto: 85 - 1315-7 - Katholisches Pfarramt Fischingen.
Benutzen Sie auch unser online-Spendeformular.
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